Curitiba: Porträt des WM 2014-Spielortes

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In loser Reihenfolge präsentieren wir hier die 12 Gastgeberstädte und Spielorte der WM 2014. Den Anfang mach Curitiba, die Hauptstadt des Bundesstaates Paraná, aus dem Süden Brasiliens.

Curitiba: WM 2014-Stadion „Arena da Baixada“

Curitiba ist Gastgeber von vier Gruppenspielen der WM 2014. Spiele des FIFA Confed Cup 2013 werden in Curitiba nicht ausgetragen. Das Stadion in Curitiba heißt „Arena da Baixada“ und ist das vereinseigene Fußballstadion von Atlético Paranaense. Der Brasilianische Meister von 2001 spielt derzeit in der Série B.

Atlético Paranaense ist übrigens der Club, bei dem Lothar Matthäus 2001 ein dreimonatiges Intermezzo als Trainer in Brasilien gab. Auch der ehemalige deutsche Nationalspieler Paolo Rink spielte einige Jahre bei Atlético Paranaense.

Weitere Fußball-Clubs in Curitiba sind Coritiba FC (derzeit Série A) und Paraná Clube (derzeit Série B).

Die Stadt Curitiba

Curitiba ist die Hauptstadt des Bundesstaates Paraná und mit einer Höhe von 934 Metern über dem Meeresspiegel die höchste Gastgeberstadt der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien. Die Stadt ist weltweit berühmt für ihre Stadtplanung. Das Nahverkehrssystem ist ein Vorbild für viele Städte weltweit (Seoul, Los Angeles, Bogotá). Öffentliche Parks, die zur Erhaltung der Umwelt und zur Erholung dienen, sind in der ganzen Stadt verteilt und sind die Hauptattraktionen für Touristen. Das Oscar Niemeyer Museum zählt zu den 20 schönsten Museen der Welt. Curitiba und seine benachbarten Städte haben zusammen drei Millionen Einwohner.

Curitiba

Curitiba

Oscar Niemeyer Museum

Oscar Niemeyer Museum

Curitiba Botanischer Garten

Curitiba Botanischer Garten

Tanguá Park

Tanguá Park

Curitiba im Bundesstatt Paraná

Paraná ist einer der drei Staaten, aus dem Süden Brasiliens, der kältesten Region des Landes im Winter. Landwirtschaft ist die Basis der lokalen Wirtschaft, sie ist der zweitgrößte Produzent und Exporteur von Getreide in Brasilien (Soja, Mais, Weizen, Bohnen und andere). In den vergangenen 15 Jahren hat Paraná eine starke Industrialisierung erlebt, mit der Installation von Fabriken von Volkswagen, Renault und eine große Anzahl von Zulieferern.
Der Bundesstaat Paraná hat 10,2 Millionen Einwohner. In Paraná finden sich die weltweit berühmten Iguazú-Wasserfälle, die zu den touristischen Top-Destinationen Brasiliens ebenso wie zu den New Seven Wonders of Nature zählen.

Iguaçu Wasserfälle

Iguaçu Wasserfälle

In der Nähe des Iguazú Falls ist das Itaipu Wasserkraftwerk, bis vor kurzem die größte Energie-Anlage der Welt.

Paraná ist einer der ethnisch vielfältigsten Staaten Brasiliens. Die 28 ethnischen Gruppen, die den Staat kolonisierten, haben deutliche Spuren hinterlassen. Dazu zählen:

Deutsche – Die Deutschen waren die Ersten, die 1829 in Paraná ankamen. Die Deutschen arbeiteten meist in Landwirtschaft und Handel, und sind verantwortlich für die Erstellung der industriellen Basis von Paraná. Noch heute hat Paraná große deutsche Kolonien.

Curitiba Deutschland Hain

Curitiba Deutschland Hain

Italiener – Zweifellos zählen die Italiener in der Liste der brasilianischen Zuwanderer zu den Ersten. In Paraná leben die meisten Italiener in Curitiba. Die Italiener etablierten die Bildung von Arbeits- und Kulturvereine.

Curitiba Italien Hain

Curitiba Italien Hain

Polen – Polnische Immigranten kamen ab 1871 nach Paraná. In Curitiba gründeten sie mehrere Kolonien. Das Wäldchen Papa João Paulo II wurde in Curitiba gebaut, um den damaligen Papst zu ehren.

Ukrainer – Die Ukrainer kamen zwischen 1895 und 1897. Heute beherbergt Paraná die meisten Ukrainer, die in Brasilien leben. Es ist eine der größten Kolonien von Ukrainern außerhalb der Ukraine.

Ukraine Memorial

Ukraine Memorial

Araber – Der erste Ort, an dem die Araber in Paraná siedelten, war Paranaguá. Später zogen sie auch an andere Orte und machen heute fast 10% der Bevölkerung aus.

Japaner – Die ersten japanischen Einwanderer kamen im frühen 19. Jahrhundert nach Brasilien, um in der Landwirtschaft arbeiten. Zur Hundertjahrfeier der Zuwanderung im Jahr 2008 wurde sogar Prinz Nahurito empfangen. In Curitiba gibt es den Japan Square zu Ehren der japanischen Einwanderer.

Weitere Informationen über Paraná und dem WM 2014-Spielort Curitiba auf www.turismo.pr.gov.br.

(Bilderquelle: aenoticias.pr.gov.br)

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